Frequenzgänge #96 31.03.2023 20:30

Etienne Nillesen – snare drum

Solo und im Trio mit

Birgit Ulher – trumpet, radio, speaker, objects
Gunnar Lettow – el. Bass

Etienne Nillesen ist ein in Köln lebender Performer, Improvisator und Perkussionist. Er arbeitet international als Solist, in Gruppen und in kollaborativen Settings. Meistens benutzt er nur eine einzige kleine Trommel und erforscht und verschiebt die Grenzen der natürlichen Akustik des Instruments, indem er sowohl konventionelle Spieltechniken als auch erweiterte Techniken einsetzt und sich insbesondere mit Materialien durch horizontale Bewegungen und Reibung auseinandersetzt, um deren Eigenschaften zu erforschen.
Mit seinem Interesse an Phänomenen wie Zeitlichkeit, Unbeständigkeit und Minimalismus schafft er Klangräume, die Aufrichtigkeit, Ausgewogenheit, Strenge und Natürlichkeit vermitteln, sowie Fantasie, Intuition und Sensibilität authentisch miteinander verbinden. Etienne verwendet einen minimalen Ansatz für das Instrument mit einem maximalen Ergebnis an Komplexität im Klang. Diese komplexen, detaillierten und meist subtilen Klänge erfordern sowohl vom Interpreten als auch vom Zuhörer ein hohes Maß an Konzentration, so dass der Akt des Zuhörens ebenso wichtig ist wie die Erzeugung der Klänge.

Birgit Ulher, studierte Malerei und Freie Kunst, die noch immer einen grossen Einfluss auf ihre Musik hat. Seit 1982 lebt sie als freischaffende Musikerin in Hamburg. Seitdem hat sie eine individuelle, am Klang orientierte musikalische Sprache jenseits des offenen Trompetentons entwickelt. Sie arbeitet mit Radio, Lautsprechern und anderen Objekten und hat damit ihre eigenen Spieltechniken und Präparationen entwickelt. Abgesehen von dieser Materialforschung gilt ihr besonderes Interesse dem Verhältnis von Stille und Klang.

Ihre Arbeit umfasst akustische und elektroakustische Projekte, Solo-Performances, Konzerte mit
langjährigen Besetzungen und Ad-hoc- Formationen sowie Projekte mit bildenden Künstlern und
Komponisten. Seit 2006 arbeitet sie mit Lautsprechern, gespeist mit Radioklängen, die sie als Trompetendämpfer verwendet. Die Trompete wird hier gleichzeitig zu Sender und Empfänger.
Ihre Soloarbeit umfasst sowohl Stücke mit Zuspielung – Traces und splitting 21, eine Zusammenarbeit mit Michael Maierhof – als auch Stücke für Klanginstallationen – z.B. Reveille für die Klang- und Lichtinstallation ‚Wake Up‘ von Allora & Calzadilla.

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Nina Garcia & Maria Bertel

Einige Fotos vom Letzten Konzert

Frequenzgänge #95 9.9.2022 20:00

Nina Garcia & Maria Bertel

Duo by danish trombonist Maria Bertel (Selvhenter, Ymers Pizza, GEK), and french guitarist Nina Garcia (Mariachi, Mamiedaragon). Two instruments distorted and extremely played : electricity, wood, coper, iron, wind, they improvised with every parts of their instruments. You’ll find noises, randomly harmonies, and a lot of energy for sure.
Duo created in 2016 by and for the Sonic Protest Festival, they played at Sonic Protest Festival, Instants Chavirés (Montreuil), All Ears (Oslo), Jazz House (Copenhaguen), Stilverk 1 (Trondheim), Cave 12 (Geneva), Occii (Amsterdam), Festival Météo (FR), Jazzwerkstatt (Bern),…

Frequenzgänge #94 – 18.6.2022 20.00

Konzert im Rahmen von blurred edges 2022 im Künstlerhaus Faktor, Max-Brauer-Allee 229

Lina Allemano: trumpet
Sophie Agnel: piano
Chris Heenan: bass clarinet, saxophone
Alexander Frangenheim: double bass
Christian Marien: drums
Gunnar Lettow: e-bass, objects, electronics

Lina Allemano ist eine kanadische Trompeterin, Improvisatorin, Kompo-
nistin und Bandleaderin, die innovative zeitgenössische Musik vor allem in
experimentellen, konzeptionellen, improvisierten und Jazzkontexten aufführt.
Sophie Angel, beschäftigte sich intensiv mit dem modernen Jazz, bevor sie
sich Anfang der neunziger Jahre auf das sich wandelnde und köstlich unsi-
chere Terrain der freien Improvisation begab. Sie verwandelt das Piano in
ein erweitertes Klavier. Bei Alexander Frangenheim hört man die Ausein-
andersetzung zwischen dem Inneren des Künstlers und dem Inneren des
Instruments. Chris Heenan erforscht mit seinen Instrumenten neue musi-
kalische Formen und Klangwelten. Christian Marien ist in einem breiten
Spektrum musikalischer Umgebungen zu Hause und verbindet seinen Sinn
für Abstraktion mit improvisatorischem Instinkt. Gunnar Lettow präpa-
riert den E-Bass mit Alltagsgegenständen und Objekten wie Essstäb-
chen, Motoren und Bürsten. Er organisiert seit 12 Jahren die Konzertreihe
Frequenzgänge.

Eintritt: 10.- / 8.-

Frequenzgänge #93 – 06.06.2021

Auf jeden Fall dazwischen

Konzert im Rahmen von blurred edges 2021 im Centro Sociale

Jürgen Morgenstern: double bass
Magda Mayas: clavinet
Steve Heather: percussion
Ute Völker: accordion
Gunnar Lettow: e-bass, objects, electronics

Magda Mayas erweitert die instrumentale Klangpalette des Clavinets genauso wie der Australier Steve Heather an der Percussion. Und Ute Völker lotet die Möglichkeiten des Akkordeons aus. Gunnar Lettow präpariert den E-Bass mit Alltagsgegenständen und Objekten wie Essstäbchen, Motoren und Bürsten

Frequenzgänge #92 – 29.05.2021

Phänomene der Instabilität
Konzert im Rahmen von blurred edges 2021 im Centro Sociale

Fequenzgänge #92

Miako Klein: Paetzold recorder
Sabine Ercklentz: trumpet
Adam Pultz Melbye: double bass
Roy Carrol: electroacoustic media
Gunnar Lettow: e-bass, objects, electronics

Auch in diesem Jahr präsentieren die Frequenzgänge wichtige Positionen der internationalen Musikszene. Miako Klein stellt die Konventionen des Blockflötenspiels in Frage und genauso lotet Adm Pultz Melbye die Möglichkeiten des Kontrabasses aus. Sabine Ercklentz nutzt erweiterte Techniken auf der Trompete ebenso wie Live-Elektronik in Ihren Konzert-Auftritten. Gunnar Lettow präpariert den E-Bass mit Alltagsgegenständen und Objekten wie Essstäbchen, Motoren und Bürsten. Er organisiert seit 11 Jahren die Frequenzgänge.

Frequenzgänge #91 – 24.10.2020 20:00

Konzert im Rahmen von blurred edges 2020 im Künstlerhaus Faktor

Von Sieben Improvisator*innen gibt’s was auf die Ohren

Isabelle Duthoit: voice, clarinet
Heather Frasch: electronics, flute
Birgit Ulher: trumpet, radio, speaker, objects
Dieb13: turntables
Guilherme Rodrigues: cello
Joker Nies: electronics
Gunnar Lettow: e-bass, electronics, objects

Im zehnten Jahr der Frequenzgänge werden auch diesmal wichtige Positionen der internationalen Musikszene präsentiert. Isabelle Duthoit hat einzigartige Gesangstechniken entwickelt. Sie trifft auf Heather Frasch, die mit Querflöte und Elektronik die Zerbrechlichkeit der Stille erforscht. Dieter Kovacs aka Dieb13 gilt seit seinen Anfängen in den 1990er Jahren als Protagonist des Turntablism. Joker Nies experimentiert mit allen Arten von elektronischen Klangquellen. Demgegenüber beschränkt sich Guilherme Rodrigues auf das Cello. Birgit Ulher hat eine differenzierte Grammatik von Klängen jenseits des konventionellen Trompetentons entwickelt. Gunnar Lettow präpariert den E-Bass mit Alltagsgegenständen und Objekten wie Essstäbchen, Motoren und Bürsten.

Eintritt: 10.- / 8.-
Ort: FAKTOR e.V. | Max-Brauer-Allee 229

Frequenzgänge #90 21.02.2020 – 20:30

Michael Thieke – clarinet
Gunnar Lettow – prep. el. bass

+ mit Felix Mayer – trombone

Michael ThiekeThe Berlin-based clarinetist/composer/performer Michael Thieke is equally at home across a broad range of musical environments, such as experimental song forms, collectively composing projects, improvising collectives, and music on the fringes of jazz. He is exploring the minutiae of sound, timbre and noise, with a particular interest in microtonality and related sound phenomena, and with a preference for long-term collaborations and collective work. Concert tours took him all around Europe and to China, Canada, Lebanon, Japan, Taiwan, Malaysia and the USA, and his work has been documented on such labels as staubgold, ftarri, leo records, erstwhile, monotype and another timbre. Some of his current Projects are: The International Nothing, The Magic I.D., The Pitch, Splitter Orchester, Nashaz, Porta Chiusa, Motif and Der Lange Schatten, as well as duos with Biliana Voutchkova and Olivier Toulemonde.

Gunnar Lettow erweitert den Klang des E-Basses durch unterschiedliche Präparationen wie z.B. Spieße, Klammern und Pinsel sowie den Einsatz von Effektgeräten. Aktuelle Projekte die Duos mit Gary Rouzer (Alexandria, USA) und Korhan Erel (Laptop, Istanbul), sowie mit Robert Klammer (electronics, Hamburg). Er spielt regelmässig in ad-hoc-Besetzungen (u.a. mit Ernesto Rodrigues, Hermann Müntzing, Carl-Ludwig Hübsch, Nicolas Wiese, Ofer Bymel). Seit 2010 organisiert die Konzertreihe Frequenzgänge für improvisierte und experimentelle Musik in Hamburg.

Felix Egon Mayer (1990) Die „Donaueschinger Musiktage“ weckten früh das Interesse an den vielfältigen Spielarten zeitgenössischer Musik. Während seiner „klassischen Laufbahn“ spielte er u.a. im Jugendsinfonie Orchester des NDR und dem Landesjugend Ensemble Neue Musik Berlin. 2011 gründete er gemeinsam mit David Leutkart (Grodock) das Improvisations Kollektiv „Sohne“. 2012 ging aus den Sessions der ehemaligen „Freitagsmusik“ das „Jojodefektrio“ mit Pia Abzieher(p, synth) und Sebastian Oest (dr) hervor. Von 2014 – 2018 erweiterte sich das Trio durch Rolf Pifnitzka zum Quartett. Konzerte u.a. mit: Simone Weißenfels, Olga Nosova, Luise Volkmann, Käthe Kruse („Die tödliche Doris“), Christoph Funabashi, Dirk Achim Dhonau, John Hughes, Chad Popple, Graham Dunning. www.soundcloud.com/felixegonmayer

 

mit freundlicher Unterstützung des VAMH

VAMH

Frequenzgänge #89 – 24.01.2020 20:30

trumpet duo

Dan O’Connor (Perth, Australien) – tp
Birgit Ulher  – tp,radio, objects

bass duo

John Hughes – double bass
Gunnar Lettow – prep. el. bass

Dan O’Connor is an improviser, composer and trumpet player based in Perth, Western Australia. Born 1989 in Melbourne and raised in Perth, O’Connor studied trumpet performance and composition at the West Australian Academy of Performing Arts between 2011 and 2017 realising an interest in the sounds at the edge of conventional practice. Since 2016, O’Connor has been digging into the nuance of the acoustic trumpet, with minimal modification, focusing on the hearing of detail within air stream effects, split tones, and muted, pitched tones; focused on redefining melody in terms of timbral change. In 2016 O’Connor co-founded Tone List, a record label releasing improvised and new music from Perth’s underground. Dan O’Connor is currently studying a Doctorate in Music Arts at the University of Western Australia whilst consistently performing and recording with the improvisers of Perth and Australia.

www.tonelist.com.au

Birgit Ulher studierte Malerei und Freie Kunst, die noch immer einen grossen Einfluss auf ihre Musik hat. Seit 1982 lebt sie als freischaffende Musikerin in Hamburg. Seitdem hat sie eine individuelle, am Klang orientierte musikalische Sprache jenseits des offenen Trompetentons entwickelt. Sie arbeitet mit Radio, Lautsprechern und anderen Objekten und hat damit ihre eigenen Spieltechniken und Präparationen entwickelt. Abgesehen von dieser Materialforschung gilt ihr besonderes Interesse dem Verhältnis von Stille und Klang. Ihre Arbeit umfasst akustische und elektroakustische Projekte, Solo-Performances, Konzerte mit langjährigen Besetzungen und Ad-hoc- Formationen sowie Projekte mit bildenden Künstlern und Komponisten. Seit 2006 arbeitet sie mit Lautsprechern, gespeist mit Radioklängen, die sie als Trompetendämpfer verwendet. Die Trompete wird hier gleichzeitig zu Sender und Empfänger. Ihre Soloarbeit umfasst sowohl Stücke mit Zuspielung – Traces und splitting 21, eine Zusammenarbeit mit Michael Maierhof – als auch Stücke für Klanginstallationen – z.B. Reveille für die Klang- und Lichtinstallation ‚Wake Up‘ von Allora & Calzadilla. Lectures und Workshops an der Haifa University, SAIC – School of The Art Institut of Chicago, Hochschule für Musik Basel und Queen’s University of Belfast, Galeria Mérida, Mexiko Zusammenarbeit u.a. mit Ute Wassermann, Gino Robair, Leonel Kaplan,Felipe Arara, Gregory Büttner, Lucio Capece, dem stark bewölkt quartett (mit Michael Maierhof, Heiner Metzger und Gregory Büttner) und Tritop (mit Sabine Ercklentz und Liz Allbee), Soloprojekte ‚Radio Silence No More‘ und ‚Matter Matters‘. Konzerttätigkeit in Europa, USA, Russland, Südamerika, Australien und dem Nahen Osten sowie zahlreiche CD Veröffentlichungen.

John Hughes studierte Musik am Montgomery Community College in Rockville, Maryland. Er lebt seit 1998 in Hamburg. Er spielt mit der Gruppe Rocket No.9 Kompositionen von Sun Ra und im Trio Hughes / Scherzberg / Wiese elektro-akustische Improvisationen. Eine langjährige Zusammenarbeit besteht mit Lars Scherzberg und Jeff Arnal in der Formation Tripwire, sowie mit dem italienischen Pianisten Alberto Braida im Duo Mobile.
Veröffentlichungen bei schraum, Oaksmus, Generate Records, creative sources, broken research, blue pearls music. Seit 2014 veranstalte er die Konzertreihe Multiphonics.

Gunnar Lettow erweitert den Klang des E-Basses durch unterschiedliche Präparationen wie z.B. Spieße, Klammern und Pinsel sowie den Einsatz von Effektgeräten. Aktuelle Projekte die Duos mit Gary Rouzer (Alexandria, USA) und Korhan Erel (Laptop, Istanbul), sowie mit Robert Klammer (electronics, Hamburg). Seit 2010 organisiert die Konzertreihe Frequenzgänge für improvisierte und experimentelle Musik in Hamburg.

VAMH
mit freundlicher Unterstützung des VAMH (http://www.vamh.de)

Frequenzgänge #88 – 06.12.2019 20:30

Korhan Erel – computer
Gunnar Lettow – prep. el. bass

+ Kristin Kuldkepp – double bass

Korhan Erel is a electronic musician, improviser, sound designer based in Berlin. He plays instruments he designs on a computer by employing various controllers. He also uses analog and digital electronics. He composes and designs sounds for dance, theater, installations and film. He collaborates with dancers, video artists and spoken word artists. Korhan’s collaboration with Sydney-based video artist Fabian Astore “The Threshold” has won the Blake Prize in Australia in 2012. He is a founding member of Islak Köpek, Turkey’s pioneer free improvisation group, which is regarded as the band that started the free improvisation scene in Turkey.

Korhan’s computer performance system is called Omnibus. The instruments within Omnibus are a culmination of Korhan’s musical past and aesthetic choices. Omnibus instruments use concrete sounds (samples, field recordings), morphed and processed in realtime. They can be as simple as one single sample being played using a Nintendo Wii controller to a complex system that employs granular synthesis and spectral processing. The instruments are played interactively using Nintendo Wii controllers (Korhan’s choice of controller when he plays in ensembles with acoustic/electric instrument players), an iPad (used in solo/duo performances as well as ensemble concerts) and several midi controllers. No matter what technology he uses, Korhan always stays focused on the outcome and musicality rather than processes.

Gunnar Lettow erweitert den Klang des E-Basses durch unterschiedliche Präparationen wie z.B. Spieße, Klammern und Pinsel sowie den Einsatz von Effektgeräten. Aktuelle Projekte die Duos mit Gary Rouzer (Alexandria, USA) und Korhan Erel (Laptop, Istanbul), sowie mit Robert Klammer (electronics, Hamburg). Er spielt regelmässig in ad-hoc-Besetzungen (u.a. mit Ernesto Rodrigues, Hermann Müntzing, Carl-Ludwig Hübsch, Nicolas Wiese, Ofer Bymel). Seit 2010 organisiert er die Konzertreihe Frequenzgänge für improvisierte und experimentelle Musik in Hamburg.

Kris Kuldkepp is a free improviser on double bass and live-electronics. She is engaged in the work with movement sensors, human movement studies and research of instrumental gestures in free improvisation. The research has led to free improvisational solo set-up pieces for double bass, multichannel live-electronics and video but also to collaborations with other art disciplines. ​Currently located in Hamburg, she is doing her PHd in the Hamburg University of Applied Science.